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Dezenter Jazz zum Mittwoch
Beginn einer neuen Reihe?
Die
Stefan Weeke Group präsentierte sich in der Musikfabrik
Greifswald. Für einen kurzen Moment hielten die Musiker inne im
Saal der Musikfabrik. Die Stimmung wechselte vorsichtig in eine andere
Farbe. Das Publikum bedankt sich für eine gelungene Improvisation des
Gitarristen Andreas Willers der Stefan Weeke Group, bevor es wieder in
vorgegebenen Strukturen weiterging. Am Mittwoch Abend stellte sich das
Trio auf seiner derzeitigen Tournee mit Kompositionen des gleichnamigen
Bandleaders Greifswaldern vor. "Wir freuen uns, dass sie hier
sind", sagte Steffen Weeke nach dem einleitenden Walzer "Oh my",
der mit einem Triangelton vom Schlagzeuger und Percussionsten Eric Schäfer
endete. Die grauen, wetterbedingten Eindrücke auf dem Weg zum Konzert
verflogen spätestens nach dem zweiten Stück. Die Band entführte mit dem
Werk "From the Wizard" nach Afrika, das einen Schwerpunkt im
abendlichen Programm bildete. Der Erdteil entpuppte sich dem Komponisten
auf einer Konzertreise des Goethe-Institutes als eine nachhaltige
Inspirationsquelle. Der Zauber des schwarzen Kontinents strömte aus Stücken
wie"Knowing Sowah" und"African Magic". Verträumt bis
treibend romantische Klänge im Stück "An meinen Engel"
erklangen bevor die Musiker das Publikum mit dem Stück "By now"
nach Hause schicken wollten. Doch nach forderndem Beifall der Hörer
spielten sie eine Collage von Stücken des Abends und das Konzert beschließende
"Sleep well". Ein bestimmt freudiges Lächeln stand auf den
Lippen der Musiker, die sich zum Applaus verneigten. Leider blieb eine die
Bitte um eine weitere Probe ihres Könnens unbeantwortet. Zurückhaltend
zeigte sich Stefan Weeke auf seinem Instrument während des Programmes.
Andreas Willers hingegen reizte seine Fertigkeiten auf der Gitarre
begeisternd aus. Jazz am Mittwoch - ein fester Termin in Greifswald?
Interesse bestünde.
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