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Bandarbeit hautnah vorgestellt |
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Konzert am Samstagabend präsentierte Arbeit der
Musikfabrik |
Greifswald (OZ) Ein bescheidenes „Danke“ entschlüpfte
Laura Hasselmann am Ende des Konzerts von „polar 60“ für den begeisterten
Applaus der Gäste. Die Luft im Saal der Musikfabrik war stickig, heiß. Fans
wünschen eine Zugabe. Am Samstagabend brannte die Luft in der Musikfabrik.
Geladen hatte die Schule für Popularmusik zum Konzert der Bands, die unter dem
Projekt „Let's Meck Pop“ in ihrem Haus betreut werden. „Wir möchten
Jugendlichen die Möglichkeit geben, als Band kompetent betreut zu werden“, sagt
Mike Hartmann, der stellvertretende Leiter der Einrichtung. Eine sinnvolle
Freizeitgestaltung solle dadurch gefördert werden - so heißt es auf der kürzlich
neu gelaunchten Homepage ( www.musikfabrik.com) unter der Rubrik Bandbetreuung,
die durch das Landesjugendamt MV gefördert wird. Die Ergebnisse der Arbeit
können sich hören lassen. Die junge Band „Bernd- das Brot“ eröffnete die
Veranstaltung mit Coversongs von Coldplay, Alanis Morisette und den Red Hot
Chili Peppers. Anschließend ging es weiter mit Tukan, deren Sängerin nach dem
ersten Lied dem Publikum gestand: „Wir machen traurige Lieder.“ Eine
nachdenklich schöne Stimme, die einfühlsam geradlinig durch die Band begeleitet
wurde. Einen stilvollen Ruhepunkt setzten „praemando“. Helene Riebe und Florian
Adophi an den E-Gitarren wurden von Mike Hartman an den Percussions begleitet.
„Where is my skin“ bildete das erste der beiden vorgetragenen Werken, in dem die
Sängerin Helene Riebe ihre Stimme sicher aufleuchten ließ. Mit funkigen Tönen
von Vertigo ging es weiter. Lara Hasselmann überzeugte in Bandkompositionen wie
„Hold you back“ und „Silence“ mit ihrer Stimme während die Band sie packend
unterstützte. „Obscure“ glänzte durch die mitreißende Bühnenshow der Sängerin
Alexandra Grimm und bewiesen, dass deutsche Texte wie in Liedern wie
„Zuckerwatte“ oder „Worte im Wind“ ansprechend sind. Der letztgenannte Punkt
gilt auch für „polar 60“, deren Texte vom Schlagzeuger Sebastain Modrow stammen.
Lara Hasselmann durfte wiederum an das Mikrophon und Florian Adolphi glänzte
während des Auftritts an der E-Gitarre. Drei Stunden vergingen wie im Flug und
zeigten, wie bereichernd Bandarbeit für junge Musiker ist.
U. R.
Ostseezeitung
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