Prora 03 – Jugendevent in Prora auf der Insel Rügen

www.prora03.de

Ein Rückblick

Vom 22. bis 24. August 2003 trafen sich in Prora ca. 15.000 junge Menschen aus MV und den Nachbarländern, um gemeinsam zu feiern, aber auch um über die Zukunft für Jugendliche in unserem Bundesland zu diskutieren.

Das Event bildete den Abschluss einer Kampagne, deren Ergebnisse zum Teil ebenfalls dort zu sehen oder zu hören waren: unter anderem konnten sich Vereine, Jugendgruppen, Schulklassen, wie auch institutionell ungebundene Gruppen oder Einzelpersonen an zahlreichen Wettbewerben beteiligen, aber auch Initiativen beispielsweise zur politischen Bildung wurden gefördert.

Das Ganze stand unter dem Motto „Wer, wenn nicht wir – Wo, wenn nicht hier?!“ und wurde von einem extra dafür gegründeten Verein sowie der deutschen Kinder- und Jugendstiftung initiiert und durchgeführt.

Da durften wir natürlich nicht fehlen.

Mit zwei Projekten (für deren Förderung  im Rahmen des Programms „Ich setzte auf MV“ wir uns auch auf diesem Wege herzlich bedanken) waren wir auf der „Riesenparty“ vertreten:

Mariana Spranger hatte im Zuge ihres Praktikums bei uns einen Film über unser Projekt „Let’s MeckPop“ gedreht, geschnitten und vertont, den es in Prora vorzuführen galt und Michael „Baggens“ Lahmann bot (ausgerüstet mit einer kompletten Instrumentenanlage) in den Nachtstunden von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag in Prora einen „offenen Bandworkshop“ an – getragen von der Hoffnung, dass vielleicht nicht alle 15.000 Eventbesucher gleichzeitig jammen wollen…Unterstützung bekam er dabei von zwei weiteren Betreuern (Dr. Roll & Mrs. Martens), vor allem aber natürlich von den knapp 20 mitreisenden Jugendlichen, unter denen sich (nicht ganz zufällig) einige Säulen der Greifswalder Popularmusikkultur…….

Es reicht. Wir lassen sie nun selbst zu Wort kommen: Es folgt ein schonungslos subjektiver Erlebnisbericht von Thoralf Wolff und Stefan „Hoppy“ Hoppe:

 >>Es war an einem Freitag gegen 9.30 Uhr Ortszeit. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich, Stefan, zusammen mit Baggens und Dr. Roll im Schlepptau, beim Jugendevent Prora 03 aufschlug.

Sofort fiel mir die überragende Präsenz der Ordner auf, die uns mit missbilligenden Blicken musterten, offenbar mit der Absicht, sich mit aller Macht dagegen zu wehren, uns liebe Greifswalder auf den Platz zu lassen.

Nach Hervorbringung von schlagfertigen Argumenten sowie der Androhung wieder Kehrt zu machen, ließen sie uns dann doch passieren.

So bauten wir zunächst einmal unsere Zelte auf, nein, nicht wie ihr jetzt denkt, sondern zum Schlafen. Per Sms erreichte mich die Nachricht, dass auch mein langjähriger Freund und Partner, Thoralf Wolff, kommen würde. Erfreut von dieser Nachricht machte ich mich gleich auf die Suche nach ihm. Schließlich fand ich ihn auch, direkt am Eingang, wo er mit meinen Freunden, den Ordnern, diskutierte. Von wegen Taschenkontrolle und Privatsphäre. Sicher wollte er nur seine Alkoholreserven nicht preisgeben.

Auch Thoralf baute nach Überwindung aller Hindernisse sein Zelt ganz in der Nähe des meinigen auf. Direkt neben unseren vertrauenswürdigen Nachbarn, den Polen, mit denen wir im übrigen nette Abende verbrachten.

Kurz nachdem wir morgens ins Bett gingen, erwachten wir auch schon wieder aus unserem Delirium. Sofort war uns beiden klar, der Stress würde aufs Neue beginnen: “aufstehen, waschen, anziehen ...“(dieser Stress). Vollkommen desorientiert bewegten wir uns zur Frühstücksausgabe und winkten nach Betrachtung der Leckerein dankend ab, mit der Ergänzung: „ Den Sch... könnt ihr allein essen!“ Doch, dem Himmel sei Dank, gab es da ja noch „Schnell-Imbisse“, die wirklich relativ schnell arbeiteten, wenn man denn erst einmal die kilometerlange Schlange hinter sich gebracht hatte. Die käuflich erworbene Currywurst mit Pommes zu humanen Preisen (6.80 € zzgl. Ketchup) beschlossen wir, uns am schönen Ostseestrand zu Gemüte zu führen.           Lecker!!!

Abends verpassten wir glücklicher Weise den sensationellen Hauptact, „Massive Töne“, da unser Workshop um 23.00 Uhr begann und bis ca. 3.00 Uhr andauerte:

„Hat echt Spaß gemacht, mit Gleichgesinnten zu mucken“.

Danach war aber noch lange nicht Schluss, denn bei dem Krach zu versuchen eine Mütze voll Schlaf zu bekommen, war ein schier unmögliches Unterfangen. So blieb uns also nichts anderes übrig, als den Schmerz mit Medikamenten in Form von Alkohol (und polnischen Mädels) zu betäuben.

Während die ersten am Sonntagmorgen anfingen, ihre Zelte abzubauen, gingen wir schlafen und reisten dann schließlich gegen Mittag ab……<<

Dieser Bericht ist nicht geschönt und nicht gefiltert. Dafür stehen wir mit unserem Namen.

Stefan und Thoralf, militante Splittergruppe der Musikfabrik e.V.