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Das
Event bildete den Abschluss einer Kampagne, deren
Ergebnisse zum Teil ebenfalls dort zu sehen oder zu hören
waren: unter anderem konnten sich Vereine, Jugendgruppen,
Schulklassen, wie auch institutionell ungebundene Gruppen
oder Einzelpersonen an zahlreichen Wettbewerben
beteiligen, aber auch Initiativen beispielsweise zur
politischen Bildung wurden gefördert.
Das
Ganze stand unter dem Motto „Wer, wenn nicht wir – Wo,
wenn nicht hier?!“ und wurde von einem extra dafür gegründeten
Verein sowie der deutschen Kinder- und Jugendstiftung
initiiert und durchgeführt.
Da
durften wir natürlich nicht fehlen.
Mit
zwei Projekten (für deren Förderung
im Rahmen des Programms „Ich setzte auf MV“ wir
uns auch auf diesem Wege herzlich bedanken) waren wir auf
der „Riesenparty“ vertreten:
Mariana
Spranger hatte im Zuge ihres Praktikums bei uns einen Film
über unser Projekt „Let’s MeckPop“ gedreht,
geschnitten und vertont, den es in Prora vorzuführen galt
und Michael „Baggens“ Lahmann bot (ausgerüstet mit
einer kompletten Instrumentenanlage) in den Nachtstunden
von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag in
Prora einen „offenen Bandworkshop“ an – getragen von
der Hoffnung, dass vielleicht nicht alle
15.000 Eventbesucher gleichzeitig jammen
wollen…Unterstützung bekam er dabei von zwei weiteren
Betreuern (Dr. Roll & Mrs. Martens), vor allem aber
natürlich von den knapp 20 mitreisenden Jugendlichen,
unter denen sich (nicht ganz zufällig) einige Säulen der
Greifswalder Popularmusikkultur…….
Es
reicht. Wir lassen sie nun selbst zu Wort kommen: Es folgt
ein schonungslos subjektiver Erlebnisbericht von Thoralf
Wolff und Stefan „Hoppy“ Hoppe:
>>Es
war an einem Freitag gegen 9.30 Uhr Ortszeit. Es kommt mir
vor, als wäre es gestern gewesen, als ich, Stefan,
zusammen mit Baggens und Dr. Roll im Schlepptau, beim
Jugendevent Prora 03 aufschlug.
Sofort
fiel mir die überragende Präsenz der Ordner auf, die uns
mit missbilligenden Blicken musterten, offenbar mit der
Absicht, sich mit aller Macht dagegen zu wehren, uns liebe
Greifswalder auf den Platz zu lassen.
Nach
Hervorbringung von schlagfertigen Argumenten sowie der
Androhung wieder Kehrt zu machen, ließen sie uns dann
doch passieren.
So
bauten wir zunächst einmal unsere Zelte auf, nein, nicht
wie ihr jetzt denkt, sondern zum Schlafen. Per Sms
erreichte mich die Nachricht, dass auch mein langjähriger
Freund und Partner, Thoralf Wolff, kommen würde. Erfreut
von dieser Nachricht machte ich mich gleich auf die Suche
nach ihm. Schließlich fand ich ihn auch, direkt am
Eingang, wo er mit meinen Freunden, den Ordnern,
diskutierte. Von wegen Taschenkontrolle und Privatsphäre.
Sicher wollte er nur seine Alkoholreserven nicht
preisgeben.
Auch
Thoralf baute nach Überwindung aller Hindernisse sein
Zelt ganz in der Nähe des meinigen auf. Direkt neben
unseren vertrauenswürdigen Nachbarn, den Polen, mit denen
wir im übrigen nette Abende verbrachten.
Kurz
nachdem wir morgens ins Bett gingen, erwachten wir auch
schon wieder aus unserem Delirium. Sofort war uns beiden
klar, der Stress würde aufs Neue beginnen: “aufstehen,
waschen, anziehen ...“(dieser Stress). Vollkommen
desorientiert bewegten wir uns zur Frühstücksausgabe und
winkten nach Betrachtung der Leckerein dankend ab, mit der
Ergänzung: „ Den Sch... könnt ihr allein essen!“
Doch, dem Himmel sei Dank, gab es da ja noch
„Schnell-Imbisse“, die wirklich relativ schnell
arbeiteten, wenn man denn erst einmal die kilometerlange
Schlange hinter sich gebracht hatte. Die käuflich
erworbene Currywurst mit Pommes zu humanen Preisen (6.80
€ zzgl. Ketchup) beschlossen wir, uns am schönen
Ostseestrand zu Gemüte zu führen. Lecker!!!
Abends
verpassten wir glücklicher Weise den sensationellen
Hauptact, „Massive Töne“, da unser Workshop um 23.00
Uhr begann und bis ca. 3.00 Uhr andauerte:
„Hat
echt Spaß gemacht, mit Gleichgesinnten zu mucken“.
Danach
war aber noch lange nicht Schluss, denn bei dem Krach zu
versuchen eine Mütze voll Schlaf zu bekommen, war ein
schier unmögliches Unterfangen. So blieb uns also nichts
anderes übrig, als den Schmerz mit Medikamenten in Form
von Alkohol (und polnischen Mädels) zu betäuben.
Während
die ersten am Sonntagmorgen anfingen, ihre Zelte
abzubauen, gingen wir schlafen und reisten dann schließlich
gegen Mittag ab……<<
Dieser
Bericht ist nicht geschönt und nicht gefiltert. Dafür
stehen wir mit unserem Namen.
Stefan
und Thoralf, militante Splittergruppe der Musikfabrik e.V.
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